Drift

für Violoncello und Kammerorchester

2013

Dauer: 14 Minuten

Besetzung:
0.2.1.1 – 2.0.0.0 – timp – 10/8/6/4/3 (oder: 5/4/3/2/1)

Musikverlage Sikorski Hamburg

Uraufführung

18.03.2014
Schleswig

Alexey Stadler, Violoncello
Schleswig-Holsteinisches Symphonieorchester
Peter Sommerer, Dirigent

weitere Aufführungen

19.03.2014
Flensburg

Alexey Stadler, Violoncello
Schleswig-Holsteinisches Symphonieorchester
Peter Sommerer, Dirigent

21.03.2014
Rendsburg

Alexey Stadler, Violoncello
Schleswig-Holsteinisches Symphonieorchester
Peter Sommerer, Dirigent

Einführungstext

Beim Komponieren von DRIFT dachte ich an Wellenbewegungen an der Meeresoberfläche, die durch Windströmungen entstehen. Zwar folgen die Wellen der Richtung des Windes, allerdings vielfach gebrochen und verzerrt durch die inneren Bewegungen der Wassermassen, und umso langsamer, je tiefer.

Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Bewegungsrichtungen und Geschwindigkeiten interessiert mich auch musikalisch. Ich übersetze diese Beobachtung in DRIFT in kurze melodische Linien, die rhythmisch profiliert sind und so verschiedene charakteristische Motive ausprägen. Diese Motive beeinflussen sich gegenseitig und werden permanent variiert, kombiniert und überlagert. Dabei spielen Imitationen in verschiedenen Geschwindigkeiten eine wichtige Rolle.

Verschiedene formale Stationen (in der Partitur z.B. als „Brandung“, „Impulse“, „Schwarm“ oder „Kanon“ ausgewiesen) verwandeln sich kontinuierlich ineinander und kehren im Verlauf des etwa 15-minütigen Stücks – nach einer Kadenz des Solo-Cellos in der Mitte des Stücks – in veränderter Reihenfolge wieder.

DRIFT wurde auf Anregung des Dirigenten Peter Sommerer komponiert und ist ihm gewidmet.