Durchlässige Schichten

für Ensemble

1.1.sax.0.0. – 0.1.1.0. – perc, pf – 0.0.1.1.1

2001, Revision 2002

komponiert im Auftrag der Konzerthausgesellschaft Wien für das Festival Hörgänge 2000

Dauer 10 Min.

Musikverlage Sikorski Hamburg

Uraufführung

10.03.2001
Wien, Konzerthaus
Ensemble Online
Simeon Pironkoff, Dirigent

weitere Aufführungen

06.08.2002
Salzburg, Mozarteum
Salzburger Festspiele
(Uraufführung der revidierten Fassung)
ensemble on_line_vienna
Simeon Pironkoff, Dirigent

19.06.2006
Innsbruck, Tiroler Ensemble für Neue Musik

07.10.2007
Wien, Konzerthaus
Reconsil Sinfonietta
Roland Freisitzer, Dirigent

Einführungstext

Durchlässige Schichten sind Teil des Gemeinschaftsprojekts ”... durch ein Kontinuum von Verwandlungen…” , das die Komponistengruppe Gegenklang als Kompositionsauftrag des Wiener Konzerthauses für das Festival Hörgänge 2001 konzipiert und verwirklicht hat. Das Motto des Festivals lautete “Palimpsest” und gab dadurch die Anregung zur speziellen Vorgangsweise bei der Kollektivkomposition. Wie bei den mittelalterlichen Pergamenten, die oft mehrmals abgeschabt und mit neuen Texten wiederbeschrieben wurden, wobei aber die älteren Texten immer noch unter den neueren hindurchschimmern, wurde eine Ausgangsmusik, die selbst bereits nach den Prinzipien des Wegkratzens und Überschreibens erstellt wurde, Vorlage für weitere Überschreibungen. Dadurch entsteht mit jeder zusätzlichen Schicht ein sich immer dichter verzweigendes Netz von Bezügen. Durchlässige Schichten, der vierte Abschnitt des siebenteiligen Projekts, weist Bezüge auf die Kompositionen von Robert Wildling, Aliser Sijaric, Johannes Maria Staud und Marcel Reuter auf. Die Vorstellung, dass unterschiedlich beschriebene durchsichtige Folien übereinandergelegt werden können und dabei sowohl als einzelne als auch als resultierende Gesamtheit wahrnehmbar sind, war eine Kernidee bei der Komposition, die mit dem Wegnehmen, Hinzufügen und Verschieben imaginärer Folien arbeitet.
Stadtgewordenes Palimpsest ist Rom mit seinen sich permanent durchdringenden Zeiten, Stilen und Funktionen. Hier sind die “Durchlässigen Schichten” entstanden. (Gerald Resch)

Kritik

Die Presse

“Die vielleicht interessantesten, geschickt plazierten Stücke der Reihe: Durchlässige Schichten … ein farbig pulsierendes, geballtes, beinahe übervolles Konglomerat, das Gerald Resch mit wiederholter, aufgewühlter Schlußgeste enden läßt.”

Durchlässige Schichten, Beginn Anhören