Splitter

für Sopran und Klarinette

(Version für Sopran und Flöte 2006)

nach einem Text von Waltraud Seidlhofer

2002

komponiert im Auftrag von Klangfluss Oberösterreich

Dauer 7 Min.

Edition 21 ed21 GR 21

Uraufführung

13.03.2003
Amsterdam, Amstelkerk
Nederlands Vocaal Laboratorium

weitere Aufführungen

03.04.2003
Windischgarsten, Landesmusikschule
DuoSkop

04.04.2003
Peuerbach, Landesmusikschule
DuoSkop

27.04.2003
Gmunden, Landesmusikschule
DuoSkop

29.04.2003
Mattighofen, Landesmusikschule
DuoSkop

30.04.2003
Hellmonsödt, Landesmusikschule
DuoSkop

10.12.2003
Prag, Kloster Vavrince
Ensemble Konvergence

12.03.2004
Wels, Musica ex tempore
DuoSkop

18.04.2004
Weimar
Frühjahrstage für Neue Musik
Klangwerkstatt Weimar

16.06.2005
Prag, Kaple sv. Vavfiince
Kristyna Valousková, Sopran
Karel Dohnal, Klarinette

02.03.2006
Linz, ORF-Landesstudio
Uraufführung der Version für Sopran und Flöte
Judith Lehner, Sopran
Thomas Frey, Altflöte

29.06.2006
Varna/Bulgarien
International Summer Music Festival 2006

21.11.2006
Linz, Landesmuseum
Nikolay Yorbanov, Flöte

18.04.2007
London, Austrian Cultural Forum
Soundings
Johanna van der Deken, Sopran
Melissa Doecke, Flöte

10.05.2013
Fortitude Valley/AUS
Ensemble Kupka’s Piano

21.11.2015
Bukarest
Meridian Festival
Kaoko Amano, Sopran

12.06.2018
Prag
Ensemble Konvergence

Einführungstext

Im Zyklus /splitter//gedichte/ der oberösterreichischen Lyrikerin Waltraud Seidlhofer sind die einzelnen Satzteile, Wörter und Silben nach einer bestimmten Anordnung über die Seite verteilt. Anstelle durchgehender Sätze wechseln sich unterschiedliche semantische Felder ab, wobei die Art, wie zwischen den einzelnen semantischen Feldern weitergelesen wird, dem Leser überlassen ist. Die Kombination einer graphisch strengen Form und einer freien Lesart hat mich fasziniert. Für meine Komposition „Splitter“ habe ich ein Raster über die Seite des Gedichts gelegt und so eine bestimmte rhythmische Verteilung des Textes erhalten (steht ein Wort am Beginn einer Zeile, lasse ich es am Beginn des Taktes singen usw.). Mit dem Netz dieser rhythmischen Struktur habe ich begonnen, frei assoziierend zu komponieren. An manchen Stellen tritt der strenge rhythmische Raster in den Vordergrund: diese Stellen habe ich durch Triangel-Schläge und den Einsatz eines Metronoms hervorgehoben. Ich hoffe aber, dass der Eindruck einer sich frei weiterentwickelnden Musik stärker ist als die Wahrnehmung des Rasters, der ihr zugrunde liegt und die Freiheit überhaupt erst ermöglicht und sinnvoll macht. (Gerald Resch)

Kritiken

Salzkammergut Rundschau

“Gerald Resch erklärte in seiner Einleitung zu Splitter seine vielschichtigen Inspirationsquellen aus den Texten von Waltraud Seidlhofer. Trotz der exakten Analyse der Gedichte nach Lautmalerei und Zeilenlängen ist die Musik hoch emotional – die verschiedenen Gedanken fügen sich wie Edelsteinsplitter in leuchtenden Farben zu einem schillernden Klangmosaik.

Krone

“Gerald Reschs hochsensible Splitter für Sopran und Klarinette nach einem Text von Waltraud Seidlhofer beeindruckten nachhaltig.”

Kulturbericht OÖ 5/2006 (Natalia Segen)

… Sopran und Flöte in einer sehr feinsinnigen Differenzierung zur vorgegebenen Sprache, wie sie von Waltraud Seidlhofer erarbeitet wird. Das Geometrische des Schreibens der Autorin findet in der Musik eine sinnliche Vernetzung im vorgestellten Stück. Sicherlich ein gangbarer Weg in der aktuellen Entwicklung.

Anhören

Nederlands Vocaal Laboratorium
Aufnahme: Amsterdam, Amstelkerk 2003