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Schlieren

für Violine und Orchester

1. fließend
2. pochend
3. verspielt

Kritiken

Karlheinz Roschitz in KRONE, 27.11.2005

Schlieren nennt der 30-jährige Komponist Gerald Resch sein Violinkonzert, in dem Patricia Kopatchinskaja ihr Geigerinnen-Temperament, ihre Bravour, Intensität und Musikalität einsetzen kann. Reschs dreiteiliges, in Unterabschnitten reich differenziertes 20-Minuten-Werk, eine Auftragsarbeit von Wien Modern, bietet dem Solisten fulminante Möglichkeiten: an kraftvollen Ausbrüchen, verspielter Eleganz, fließenden Farben. Schlieren sind dabei die Klanggebilde, die abseits des musikalischen Hauptstranges nebenher schlingern, sich zu Knäuel ballen oder auch zerfasern. Doch vor allem klingt dieses Stück hinreißend: hochkonzentriert und zugleich luftig-durchsichtig, funkelnd und frisch, poetisch und elegant. Das RSO unter Kalitzke war der fabelhaften jungen Geigerin ein lockerer Partner, der sich in keinem Moment vordrängte. Jubel!

Dirk Wieschollek in NZfM 03/2009

…Wesentlich dramatischere Töne schlägt nach fragilem Beginn Gerald Resch (geb. 1975) in seinen Schlieren für Violine und Orchester (2005) an. Permanente Unruhe und überdrehte Virtuosität kennzeichnen den Solopart, der von einem hochexpressiven Orchester flankiert wird. Ein vielschichtiges Stück mit vielen flüchtigen Reminiszenzen (Resch ist auch Musikwissenschaftler), dessen Verläufe kaum berechenbar sind und immer eine Portion Abgründigkeit in sich tragen, vor allem in der grotesk eingefärbten lyrischen Episode…

Alle Aufführungen von Schlieren

  • 20.11.2011 Wien, Benjamin Schmid (vl), RSO Wien, James Mac Millan (Dir.)
  • 25.11.2005 Konzerthaus Wien, Patricia Kopatchinskaja (Vl), RSO Wien, Johannes Kalitzke (Dir)