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Ein Stück Land

für Orchester

Einführungstext

Aus meiner Orchesterkomposition Land habe ich für das Panoptikum des RSO einige Bruchstücke ausgewählt und unter dem Titel Ein Stück Land miteinander verbunden. Sie beziehen sich auf die ersten drei Phrasen der österreichischen Hymne Land der Berge, die in Bezug auf die Tonhöhen und Rhythmen gerade sosehr verändert wurden, dass sie noch als Bruchstück der Hymne erkennbar bleiben, dabei aber neue melodische und harmonische Möglichkeiten erhalten, die meiner Musiksprache entgegenkommen.

Kritik

Michaela Preiner für European Cultural News

Herausragend, weil frisch und frech, war Gerald Reschs Ein Stück Land für Orchester, das nicht eine Auskoppelung aus einer größeren Komposition darstellte, sondern an sich nur ein 40 Sekunden-Stück ist. Die klangliche Verfremdung der österreichischen Bundeshymne ist ihm derart gut gelungen, dass man schon nach wenigen Sekunden zu schmunzeln beginnt. Seine musikalische Karikatur sorgt auch zugleich in Windeseile dafür, dass man sich mit all jenen Fragen konfrontiert sieht, die sich in Zusammenhang mit Nationalstolz, Vaterlandsliebe oder sonstigen abstrakten Begriffen stellen, die von der Politik so gerne verwendet werden. Diese Musik ist zwar klein, aber oho! Was aber die komplette Aufführung schlaglichtartig verdeutlichte ist, dass es tatsächlich ein großes musikalisches Potential im kleinen Land Österreich gibt, das sich der Komposition von zeitgenössischer Musik widmet und das mit einer erstaunlich hohen Qualität.

Alle Aufführungen von Ein Stück Land

  • 03.11.2011 Wien, RSO Wien
  • 27.07.2011 Peking, RSO Wien
  • 26.07.2011 Peking, RSO Wien
  • 25.06.2010 Radiokulturhaus Wien, RSO WIen, Gottfried Rabl (Dir)